Anfertigung von Daguerreotypien oder
die Fotografie auf Silberplatten.

Eine Studienarbeit von D. Münzberg im Frühjahr 1974
an der FH Bielefeld zum Thema Edeldruckverfahren.

 

Die Arbeit ist hier im Computer so abgespeichert, wie ich sie 1974 original geschrieben habe.
Für eine Publikation müßte man sie überarbeiten.
D. Münzberg 1998

 

Prinzip des Verfahrens:

Jodierte 1 Silberplatten (versilberte Kupferplatten) werden in der Kamera belichtet und anschließend mit Quecksilberdampf entwickelt. Stabilisiert wird entweder in einer heißen Kochsalzlösung oder fixiert in Natriumthiosulfatlösung bei Raumtemperatur. Durch das Jodieren und Bromieren der Silberplatten bildet sich eine hauchdünne, lichtempfindliche Schicht von Silberhalogeniden auf der Plattenoberfläche. Von der Art der Jodierung hängt im Wesentlichen die Empfindlichkeit und Gradation der Platten ab. Bei der Belichtung wird das Silberhalogenid entsprechend der Lichtmenge quantitativ zu metallischem Silber reduziert. Es entsteht, genau wie bei modernen Emulsionen, ein latentes Silberbild, das im Gegensatz zu diesen jedoch nicht chemisch, sondern physikalisch entwickelt wird. Bei dieser Art der Entwicklung bildet Quecksilber mit dem durch Reduktion entstandenen Silber durch Anlagerung ein Amalgam. Dieses Silberamalgam erscheint auf der Platte weiß, und erzeugt - in Abhängigkeit von der Dichte - sehr umfangreiche und fein abgestufte Grauwerte. Es ergibt sich somit zwar ein positives, jedoch seitenverkehrtes Bild, das aber nur dann als solches zu erkennen ist, wenn beim Betrachten das Licht in einem ganz bestimmten Winkel auf die Platte fällt, ansonsten erscheint das Bild hauchdünn und negativ. Die Oberfläche einer Daguerreotypie ist nicht wischfest, und jede Berührung mit der Amalgamfläche ist zu vermeiden.

Durchführung des Verfahrens:

1. Auswahl der Silberplatten.

Bei der Auswahl von geeigneten Silberplatten treten in der Regel die ersten Probleme auf. Das Hauptübel besteht darin, daß galvanisch versilberte Kupferplatten die Eigenschaft haben, im Randbereich eine stärkere Schichtdicke zu besitzen als in der Plattenmitte. Daß läßt sich nicht vermeiden, weil beim Galvanisieren eine gleichmäßige Stromverteilung in der Kupferplatte nicht erreicht werden kann. Die Stromstärke ist zum Rand hin immer größer und proportional dazu wird auch mehr Silber abgeschieden. Die ungleichmäßige Beschichtung hat zur Folge, daß die Platte auch unterschiedlich jodiert. An Stellen stärkerer Beschichtung wird die Platte lichtempfindlicher als an weniger stark beschichteten Stellen. Das fertige Bild hat zum Rand hin ein etwas anderes Aussehen als in der Plattenmitte. Dieser Fehler läßt sich nur vermeiden, indem man ein großes Kupferblech versilbern läßt, und daraus die jeweils benötigte Plattengröße herausschneidet, und dabei den Randbereich der großen Platte unberücksichtigt läßt. Die Trägerplatte ( Kupfer ) sollte ca. o,5 mm stark sein, und der Silberauftrag darf nicht unter 25 my dick sein. Grundsätzlich gilt die Regel, je dicker das Silber, um so besser das Bildergebnis.

2. Vorbehandlung der Silberplatten

Selbst bei galvanisch versilberte Kupferplatten ist die Politur der Silberoberfläche unumgänglich, da sich nur hochglänzende und fettfreie Oberflächen verwenden lassen. Das Reinigen und Polieren der Silberplatten ist eine der wichtigsten und zugleich schwierigsten Arbeiten, und muß deshalb mit besonderer Sorgfalt durchgeführt werden. Zur Politur wird die Platte mit doppelseitigem Klebeband auf einer Pappe befestigt, damit die Platte selbst nicht mit den Händen berührt werden muß. Im ersten Schleifgang kommt ein Gemisch aus Bimssteinpulver und Alkohol zur Anwendung, oder aber eine im Handel erhältliche Polierpaste von ausreichender Feinheit. Nach sorgfältigem Schleifen wird mit einem hochwertigen Lammwolltuch blank gerieben und im Anschluß daran ein Gemisch aus Zinkoxid und Terpentinöl zur Entfernung von Fettrückständen aufgetragen. Es hat sich herausgestellt, daß die Flüssigkeit, die in Verbindung mit dem Zinkoxid benutzt wird, einen erheblichen Einfluß auf die Bildqualität ausübt. Terpentinöl hat sich in diesem Zusammenhang als besonders günstig erwiesen. Im weiteren Verlauf wird nun mit einem sauberen Wattebausch so lange poliert, bis sich kein Zinkoxid mehr auf der Plattenoberfläche befindet. Danach wird in einem letzten Arbeitsgang noch mit einem Fensterleder 1-2 min auf Hochglanz poliert. Bereits gebrauchte Platten müssen im ersten Schleifgang etwas länger bearbeitet werden, da sich ansonsten das vorherige Bild bei der Entwicklung störend bemerkbar machen würde. Es ist unbedingt darauf zu achten, daß bei jedem Poliergang die Watte oder das Leder immer nur in e i n e r Richtung 2 bewegt wird, da sonst die auftretenden Polierkratzer die Platte optisch trüben würden. Jede kreisende Bewegung muß vermieden werden. Bei einer Politur in nur einer Richtung treten diese Kratzer zwar auch auf, lassen sich aber beim Betrachten, durch entsprechende Beleuchtung aus nur einer Richtung, optisch eliminieren. Die Platte erscheint kratzerfrei. Mit Nachdruck sei nochmals darauf hingewiesen, daß der gesamte Polierprozeß mit äußerster Sorgfalt durchgeführt werden muß, denn jeder Fehler wirkt sich sogleich nachteilig auf die Bildqualität aus. Eine gut polierte Platte erkennt man daran, daß sie beim Anhauchen ( Vorsicht vor Speichelspritzern ! ) ein feinkörniges Aussehen hat, regenbogenfarbig spiegelt und keinerlei Wischspuren zu sehen sind.

3. Sensibilisierung der Platten

Dieser Arbeitsvorgang hat sich als besonders schwierig erwiesen. Eine ganze Reihe von unvorhersehbaren Faktoren spielen hier eine Rolle . Es gehört schon einige Erfahrung dazu, den richtigen Farbton zu erkennen, bei dem die Platte eine maximale Empfindlichkeit besitzt. Diese Erfahrung muß jeder, der Daguerreotypien anfertigen will, selber machen, denn der sich laufend verändernde Farbton ist nur sehr schwer zu umschreiben. Zur Sensibilisierung wird die gut polierte Platte in einem Gefäß, dessen Boden mit einer wäßrigen Jodlösung 3 bedeckt ist, in 15 mm Höhe über der Flüssigkeitsoberfläche angebracht. Am besten benutzt man dazu ein Gefäß, bei dem die zu sensibilisierende Silberplatte gleichzeitig den Deckel dieses Gefäßes bildet. (s. Abb. 1)

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Abb. 1  Jodierungs- Bromierungsgefäß

Damit eine gleichmäßige Jodierung gewährleistet ist, muß die Platte das Gefäß möglichst luftdicht abschließen. Dadurch werden unnötige Luftbewegungen innerhalb des Gefäßes vermieden, was unweigerlich eine ungleichmäßige Beschichtung zur Folge hätte. Der Prozeß wird bei Raumtemperatur durchgeführt. Diese erste Phase der Sensibilisierung kann bei Zimmerbeleuchtung durchgeführt werden und ist beendet, wenn die Platte ein dunkelgelbes Aussehen hat. (Der genaue Farbton kann nur durch eigene Erfahrung ermittelt werden), Das ist in der Regel nach 3 - 4 min der Fall und kann optisch überprüft werden.
In der zweiten Phase, die bei Dunkelkammerbeleuchtung durchgeführt werden muß, bringt man die Silberplatte auf ein identisches Gefäß, in dem sich jedoch an Stelle der Jodlösung eine äußerst schwache Bromwasserlösung 4 befindet. Die Lösung darf nur so stark sein, daß der stechende Bromgeruch lediglich schwach wahrnehmbar ist (ca. o,5 ml Brom 5 auf 1000 ml Wasser). Nach 2o - 6o sek - je nach Konzentration der Bromlösung - ist auch dieser Vorgang beendet. Die farbliche Veränderung ist in dem Dukalicht nun nicht mehr genau zu beobachten, und es muß nach einem vorher festgelegten Zeitplan gearbeitet werden. In der abschließenden dritten Phase wird noch einmal, zur Beseitigung eventuell aufgetretener Bromschleier, in gewohnter Weise ca. 1 min jodiert.

Würde man nun das normale Zimmerlicht anmachen, so hätte die Silberplatte ein dunkelviolettes Aussehen und wäre damit optimal empfindlich. Es wird jedoch bei Duka-Licht gearbeitet, und diese überprüfung ist leider nicht durchzuführen. Hat die Platte hingegen ein stahlblaues Aussehen, so ist mit Sicherheit zu lange sensibilisiert worden, und der Vorgang ist nach einem kurzen Fixierbad und erneutem Polieren zu wiederholen.

Die sensibilisierte Platte ist höchstens eine halbe Stunde lagerfähig. Bei meinen Versuchen hat sich gezeigt, daß eine der größten Schwierigkeiten darin liegt, daß richtige Verhältnis von Jodierung und Bromierung zu finden. Ist die Bromierung zu schwach, ist die Platte derart unempfindlich, daß eine Belichtungszeit von mehr als 15 min in heller Sonne notwendig ist. Mit dem richtigen Maß der Bromierung sind Zeiten von etwa 2 - 5 sek erreichbar. Die zweite Schwierigkeit liegt darin, daß infolge zu starker Bromierung, die Gradation derart aufsteilt, daß der Kontrast zwischen hellen und dunklen Bildpartien durch die Entwicklung nicht mehr ausgeglichen werden kann. Die Folge sind entweder überhelle Lichter, die zum Teil sogar " solarisiert ", d.h. im Tonwert umgekippt sind, oder zeichnungslose Schatten (s. Abb. 2). Hier das richtige Maß zu finden ist Sache der Erfahrung. Als Anhaltswert sei hier folgendes Verhältnis von Jodierung : Bromierung : Jodierung genannt, J : B : J = 4 : (o,5......1,o) : 1 (Zeiteinheiten). Hierbei ist die Bromierungszeit sehr stark abhängig von der Konzentration der Bromlösung.

4. Belichtung in der Kamera

Die sensibilisierten Platten sind vergleichsweise unempfindlich und erfordern lange Belichtungszeiten. Daraus ergibt sich, daß man die Belichtung möglichst in heller Sonne vornehmen sollte. Bei einer Objektivöffnung von 1 : 4,5 und optimaler Jodierung liegt die Belichtungszeit in offener Sonne bei etwa 2 sek. Bei  starker überbelichtung tritt - genau wie bei modernem Filmmaterial unter Umständen auch - eine Tonwertumkehrung ein (s. Abb. 2). Zu erklären ist dieser Vorgang meiner Meinung nach nur dadurch, daß bei Anwesenheit von rel. großen Silbermengen die Amalgambildung mit dem Quecksilber nur sehr langsam stattfindet, und die überbelichteten Bildpartien noch lange nicht ausentwickelt sind, wenn die Schatten schon bereits eine gute Durchzeichnung aufweisen. Infolgedessen erscheinen diese Bildteile dunkler als die normal belichteten Stellen. Um sich einen etwas genaueren überblick über die Belichtungs- und Entwicklungsverhältnisse zu verschaffen, sollte man die Seite Bilder anklicken.

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Abb. 2 Solarisation

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                        Abb. 3   Solarisation

Ist die Platte erheblich überbelichtet, so werden die Objekte nicht mehr konturenscharf abgebildet und die Platte 'verschleiert'. Empfehlenswert erscheint mir, vor der endgültigen Belichtung einige Belichtungsproben vorzunehmen, um für die jeweils herrschenden Bedingungen die richtigen Zeiten zu ermitteln. Bei meinen Versuchen habe ich festgestellt, daß, wenn bei offener Sonne fotografiert wird, sich ein Ausgleich der Kontraste nicht erreichen läßt, da der Belichtungsspielraum der Silberplatten äußerst gering ist. Bei guter Schattendurchzeichnung sind die Spitzenlichter meistens solarisiert (s. Abb. 3). Hinweise auf dieses  Phänomen der Platten findet sich auch in der einschlägigen Primärliteratur und ist auch bei alten Original-Daguerreotypien immer wieder zu beobachten.

5. Entwicklung

Zunächst sei darauf hingewiesen, daß bei der Entwicklung mit größtmöglicher Vorsicht gearbeitet werden muß, da das Einatmen der Quecksilberdämpfe äußerst gesundheitsschädigende Folgen hat!!!

Zur Entwicklung wird die belichtete Platte in ein geschlossenes Gefäß (s.Abb. 4) gebracht, auf dessen Boden eine mit Quecksilber überzogene Kupferplatte aufliegt. Darüber ist in 1-2 cm Höhe ein Rähmchen angebracht, auf den die zu entwickelnde Platte gelegt wird. Nach schließen des Deckels wird das Gefäß auf eine Heizplatte (s. Abb. 5) gestellt und auf ca. 45 oC erhitzt. Nun setzt die Amalgambildung ein. Die Entwicklungszeit beträgt in der Regel 4...6 min. Nach Ablauf von 4 min wird die Platte aus dem Gefäß gehoben und der Fortgang der Entwicklung optisch überprüft. Zu diesem Zweck kann kurzfristig die Zimmerbeleuchtung angeschaltet werden ( höchstens 10 sek ).*

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Abb. 4 Entwicklungsgefäß

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Abb. 5  Heizplatte                

Die Beurteilung der Platte ist nicht ganz einfach, da die noch vorhandene Silberjodidschicht eine exakte Betrachtungsweise leider nicht zuläßt. Das Bild erscheint schwächer als es tatsächlich nach der Fixage und dem Trocknen in Erscheinung tritt. Die eigene Erfahrung spielt auch hier eine große Rolle. Ist nach Ablauf der 4 min auf der Silberplatte nichts, oder nur der schwache Abdruck der Spitzenlichter zu erkennen, so kann man getrost den Vorgang abbrechen, denn dann liegt eindeutig Unterbelichtung vor. Bei noch nicht völlig ausgereiftem Bild kann man zur Not noch weitere 5-10 min entwickeln. Wann der richtige Zeitpunkt zur Unterbrechung der Entwicklung gekommen ist, kann nur durch eigene Erfahrung herausgefunden werden. Eine endgültige Beurteilung der Daguerreotypie ist erst nach dem fixieren und trocknen der Platten möglich.

* Hier sei nochmals auf die Gefährlichkeit der Quecksilberdämpfe hingewiesen! Sorgt bitte für eine funktionstüchtige Abluftanlage und setzt zur Sicherheit noch eine Atemschutzmaske auf!

6. Fixieren

Fixiert werden die Platten 5 min in einer Natriumthiosulfatlösung (10%) bei Raumtemperatur. Es versteht sich von selbst, daß die Platte höchst empfindlich gegen jede mechanische Berührung ist. Das Amalgam haftet auf der Silberplatte ähnlich wie Puderzucker auf dem Kuchen.

7. Wässerung

Es wird 5 min in fließendem Wasser gewässert und anschließend mit dest. Wasser gespült, dann wird die Platte an einem staubfreien Ort zum trocknen aufgestellt.

8. Vergoldung

Früher wurden die Platten zum Zweck der Haltbarmachung nach der Fixage noch vergoldet. Dazu liegen mir zwar einschlägige Rezepte und Arbeitsanweisungen vor, aber all diese Verfahren erwiesen sich als sehr kompliziert und darüber hinaus als sehr teuer. Ich habe auf die einfache Lackierung mit Fixativ-Spray zurückgegriffen. Nach dieser Behandlung ist die Oberfläche gegen Berührung unempfindlich und kann von anhaftendem Staub mit einem Pinsel befreit werden. Sollte jemand auf den Gedanken kommen, ernsthaft Daguerreotypien herzustellen, so empfehle ich letztlich doch die Goldtonung, weil das Fixativ-Spray der Daguerreotypie die Spitze der Schönheit nimmt. Puristen werden mich wg. des Vorschlags der Fixativ-Fixierung wahrscheinlich steinigen. Tatsächlich aber sind meine ersten Daguerreotypien von 1973 mit Fixativ noch wunderbar erhalten!

Geräte und Chemikalien

  • Silberplatten, dem Kameraformat entsprechend
  • Quecksilbergefäß, s. Abb. 4
  • Jodierungsgefäß, s. Abb. 1
  • Bromierungsgefäß, s, Abb. 1
  • Heizplatte, gewöhnliche Bauart, s. Abb. 5
  • Eine Kupferplatte die für das Quecksilbergefäß benötigt wird, und zu diesem Zweck in eine ca. 1o%ige Sublimatlösung getaucht wird. Danach wird sie in Salzsäure 1+3 gebracht, worin sie zur Klärung ca.: 1 - 2 min verbleibt. Die Platte ist nur wenige Stunden haltbar, da das Quecksilber in dieser Form sehr leicht an der Luft oxidiert.
  • 100 ml ca. 2o%iger Jodlösung ( Dämpfe schädlich )
  • 100 ml einer o,o5%igen Auflösung von Brom in Wasser (Bromwasser, Dämpfe schädlich!!).
  • 10%ige Natriumthiosulfatlösung ( Fixiernatron )
  • 5oo ml 10%ige Quecksilberchloridlösung ( Sublimat Hg2Cl2 , sehr giftig !!!! )
  • 5oo ml Salzsäure 1+3
  • Alle Chemikalien sollten "chemisch rein" vorliegen.

Quecksilber, Quecksilberchlorid und Brom sind LEBENSGEFÄHRLICHE GIFTE!!! VORSICHT!!!

Anmerkungen:

1 Der Begriff "Jodiert" steht hier und an anderer Stelle allgemein für die Sensibilisierung der Silberplatte mit Jod- und Bromdämpfen.

2 Hier sei angemerkt, daß es mir n i c h t gelungen ist, eine Ag-Platte wirklich kratzerfrei zu polieren. Ich empfehle, die einschlägige Primärliteratur genauer zu befragen!

3 Man kann hier auch Jodkristalle benutzen, doch scheint mir der Einsatz einer wässrigen Lösung erheblich sicherer.

4 Früher wurde zur Bromierung Bromkalk benutzt. Die Darstellung dieses Präparats ist jedoch so schwierig, daß ich auf eine wäßrige. Bromlsg. zurückgegriffen habe, die eine ähnlich exakte Bromierung erlaubt.

5 Brom ist eine äußerst stechend riechende Flüssigkeit, deren Handling nur im geeigneten Labor und mit Atemschutz stattfinden darf. In schlecht belüfteten Räumen sind gesundheitliche Schäden unvermeidbar!!